5. Abschlussfeier 2021

Impressionen Abschlussfeier Juni 2021

On Line

Abschlussfeier nach der dreijährigen Ausbildung für die Katechetik

 

On Line – das war das Motto für die Abschlussfeier der Katechetikausbildung am 23. Juni 2021. Es verweist darauf, wie die Corona-Krise den normalen Ausbildungsalltag durchdrungen hat. Online-Unterricht  war über weite Strecken die etwas mühsame Alternative zu den Treffen im Haus der Kirche. Es hat jedoch auch zu neuen Sichtweisen inspiriert. Menschen entscheiden sich, off – oder online zu sein, mit anderen im Austausch oder auch nicht, ob mit digitalen Mitteln oder ohne.

Fünf Frauen und zwei Männer haben den Abschluss der Ausbildung mit dem Katechetik-Team und Dozierenden gefeiert. Sie waren drei Jahre lang sehr oft und intensiv «online». In ihrem persönlich gestalteten Beitrag verdeutlichten sie, was das für sie hiess. Ein Element aus dem Methoden-Repertoire des scheidenden Koordinators der Ausbildung, Ruedi Scheiwiller, war die so genannte «Garderobe». Welche Aspekte der vorangegangenen Kurstage waren an der «Garderobe» hängengeblieben und warteten darauf nochmals betrachtet zu werden? Eine besondere Knacknuss der Ausbildung war – aus der Sicht der Studierenden - immer wieder die Aufgabe, die eigenen Planungen zum Unterricht zu verschriftlichen und zu begründen. Versinnbildlicht wurde der «Knorz damit» an einer Tischbombe, die die einzelnen Planungsschritte endlich einmal lustig durch die Luft wirbelte und alles durcheinanderbrachte.

KatechetInnen sind bereit, für Kinder und Jugendliche online - «auf einer Linie» zu sein, kreativ, am anderen orientiert und mit einem gut gefüllten Rucksack von Wissen und Methoden. Sandra Begré, Praxisbegleiterin über drei Jahre, nannte die Gedanken dazu «Wortseilakt» – mit einem kleinen Seitenblick auf den «Seiltänzer» von Paul Klee. Klee sagte, was unbeweglich erscheine, sei in Wirklichkeit ständig in Veränderung begriffen. Wieslaw Pipcinsky illustrierte und untermalte die Wortseilakte dieser Feier raffiniert auf dem Theremin, einem elektronischen Musikinstrument, und dem Klavier – so konnten die akrobatischen Gedanken auf den Flügeln der Musik getragen werden. Und versinnbildlichten damit auch die Seiltanzakte, die Katecheten und Katechetinnen vollbringen, wenn sie Kindern und Jugendlichen begegnen und sie in ihrer Suche nach einem sinnerfüllten Leben in der den Menschen geschenkten Welt begleiten.

Einen Wehmutstropfen gab es auch. Rahel Voirol sprach zum Schluss Ruedi Scheiwiller an, der Koordinator der Ausbildung und Dozent war. Er tritt seinen wohlverdienten (Un-) Ruhestand an. Lang anhaltender Applaus hat seine grossartige Arbeit noch einmal gewürdigt. So gab es Abschiede in die eine und die andere Richtung. Für die KatechetInnen beginnt jetzt das Abenteuer selbst verantworteten Unterrichts.